einmal mehr war das bergiselstadion bis auf den letzten platz ausgebucht. /alle bilder by air&style
winner des air&style 2012:peetu piiroinen
winner ttr-big air: seppe smits
seb toots by mikadformat/michael donadel
werni stock by mikadformat/michael donadel
Das Billabong Air & Style 2012 ist seit kurzem Geschichte. Und genau in diese Geschichte eingeschrieben haben sich Peetu Piiroinen und Seppe Smits. Aber erst mal der Reihe nach.
Round 1 In der ersten knock-out Runde gab es schon einige hochklassige Duelle zu sehen. Beispielsweise Beijing-Gewinner Ulrik Badertscher gegen Routinier Eero Ettala, welches zu Gunsten des Norwegers Badertscher endete. Oder Lokalmatador Werni Stock, der gleich zu Beginn dem Qualifikanten Niklas Mattson mit einem sw bs12 das Fürchten lehren wollte. Allerdings bailte Werni danach zweimal und Niklas stickte in seinem letzten Versuch einen sauberen fs10 double cork, welcher in in Runde 2 katapultierte. Das wohl hochstehendste Duell lieferte sich Roope Tonteri mit dem Anwärter auf die TTR-big air-krone, Eric Willett. Beide erzielten Scores, welche sie in einigen anderen Duellen als Sieger aussehen liessen, allerdings konnte nur einer weiterkommen und der Zweikampf endete mit dem besseren Ende für den Amerikaner, der mit über 94 Punkten den Höchstwert in Runde 1 erzielte.
Unser Schweizer Pat Burgener durfte gegen spinmaschine Nils Arvidsson ran. Pat legte mit einem sw bs10 los, welcher ihn in Führung brachte. Nisse versuchte danach mit 1440s, den Schweizer in die Knie zu zwingen, allerdings vermochte er nie ganz zu stehen und zog den Kürzeren. Pat war also in Runde 2, wie auch Peetu Piiroinen, Seb Toutant, Seppe Smits, Ulrik Badertscher, Stale Sandbech, Eric Willett und Niklas Mattson.
Round 2 Auch in Runde 2 wurde den Tausenden Zuschauern in Innsbruck einiges geboten. Peetu Piiroinen drehte nur 12er, zweimal bs12 und einmal cab12 und warf damit um haaresbreite Eric Willett aus dem Rennen. Der Amerikaner durfte sich aber noch immer Chancen auf die TTR-Big Air-Wertung ausrechnen, falls sich Seppe Smits nicht zu weit vorne platzieren sollte. Dieser musste gegen Pat Burgener antreten und stickte ebenfalls einen absolut cleanen 12er ins Bergiselstadion. Pat zeigte einen sw bs12, welcher ihm zwar den dritthöchsten Skore der Runde einbrachte, aber gegen den Wert von Seppe nicht ankam. Im letzten Versuch setzte Pat alles auf einen Karte uf versuchte es mit einem Triplecork, hatte jedoch zu wenig Airtime und stürzte. Neben Seppe und Peetu setzten sich auch noch Qualifikant Niklas Mattson gegen Ulrik Badertscher und Seb Toutant gegen Stale Sandbech durch. Toutant sorgte in seinem dritten Run noch für eine kurze Schrecksekunde, als er im Inrun ausrutschte, mit seinem Hinterteil auf dem Kicker aufschlug und kopfüber abhob. Der Kanadier machte daraus einen Flip und landete glücklicherweise mit Gesäss und Beinen auf dem Table.
Superfinale Im Superfinale der letzten 4 Rider ging es um nicht weniger als den «Ring of Glory», eine 10'000 Euro-Uhr, den Siegerpott von 19'000 Euro und nicht zuletzt die TTR-Big Air-Krone. Toutant war wohl noch etwas geschockt aus Runde 2, er fuhr nicht mehr so sauber, wie wir es von ihm gwohnt sind und lag vor seinem letzten Versuch nur auf Rang 4. Wie Pat versuchte er sich in seinem finalen Run am Triplecork, scheiterte aber auch und konnte sich nicht mehr verbessern. Niklas Mattson zeigte auch im Finale seinen fs10 doublecork stilsicher und heimste sich Rang 3 ein. Die Entscheidung um den Sieg war denkbar knapp. Seppe Smits erhielt für seinen cab12 91.13 Punkte, Peetu Piiroinen, der den ganzen Abend äusserst konstant fuhr, legte einen bs12 hin, der ihm mit 91.70 Punkten zum Sieger machte! Mit seinem zweiten Platz schob sich Seppe in der Big Air-Wertung allerdings noch an Eric Willett vorbei und staubte die Big Air-Trophäe ab, was für den Belgier immerhin eine kleine Entschädigung für den verpassten Sieg sein sollte.