

| :: 24.01.2010 00:00, von pressrelease | :: thema. » events |
 Stefan Gimpl, AUT, mit Kristallkugel. Fotos: FIS - Oliver Kraus |  das podium. |  gian-luca cavigelli. |
Janne Korpi (FIN) hat in Quebec City, Kanada, den fünften und damit letzten Big Air-Wettbewerb des LG Snowboard FIS Weltcup 2010 für sich entschieden. Nachdem der 23-jährige Finne bereits gestern den Halfpipe-Contest in Stoneham gewonnen hatte, sicherte sich Korpi heute dank 52,1 Punkten vor 25.000 Zuschauern den zweiten Sieg innerhalb von zwei Tagen. Zweiter wurde Stefan Falkeis aus Österreich (50,0), der erstmals den Sprung aufs Podium schaffte. Jaakko Ruha (FIN, 49,4) rundete als Dritter das Podium ab. Stefan Gimpl (AUT, 47,4), der als Vierter den Wettbewerb abschloss, sicherte sich mit insgesamt 4.300 Punkten den dritten Big Air Weltcup-Titel in Folge. Zweitbester Rider der Saison war Gian-Luca Cavigelli (3.320), gefolgt von Matevz Pristavec aus Slowenien (1.620).
Die eisigen Bedingungen an der Ostküste Kanadas scheinen Janne Korpi zu liegen, der nach dem gestrigen Nachtfinale auch heute unter Flutlicht erfolgreich war und damit seinen vierten Big Air Weltcup-Sieg feiern durfte. Dass er am Ende eines langen Tages ganz oben auf dem Podest stand, war allerdings einem guten Sprung in der Qualifikation geschuldet. «Im Training lief es gar nicht. Ich glaube, ich habe nicht einen Trick gestanden. Ich habe schon überlegt, ob ich mir das überhaupt antun soll», so der WM-Dritte im Big Air von 2007.
Nach einem kurzen Gespräch mit seinem Trainer Pekka Koskela trat er dann aber doch an und kam im Verlauf der Veranstaltung immer besser in Fahrt. Im Finale überzeugte die finnische Hoffnung für einen Olympia-Medaille in der Halfpipe dann die Judges mit Frontside 1080 und Cab 900. «Ich habe nach diesem Training wirklich nicht damit gerechnet. Aber die Qualifikation hat mir Selbstvertrauen gegeben. Das ist schon der Wahnsinn, es war ein super Wochenende für mich.»
Ähnliches dürfte sich auch Stefan Falkeis gedacht haben, der in seinem 54ten Weltcup-Start erstmals den Sprung aufs Podium schaffte. «Ich kann es gar nicht glauben, ich bin total überrascht», so der 26-Jährige direkt nach dem Ende des Finales. Schon mehrmals hatte der Tiroler die Chance auf eine Top-3-Platzierung gehabt, wurde gar einmal Vierter (Moskau 2007), doch oft scheiterte er im letzten Versuch. «Ich habe mir heute gesagt, dass ich dieses Mal den letzten Versuch stehe (Cab 900 nach Cab 1080). Ich probiere es jetzt schon so lange. Ich bin froh, dass es geklappt hat.» Zumal schon Gedanken an den Rücktritt im Kopf herum spukten. «Ich habe überlegt, ob ich aufhören soll. Doch jetzt mach ich wohl weiter. Ich muss mal mit meiner Freundin reden.»
Gimpl feiert vierten Weltcup-Titel
Weitermachen wird auch Stefan Gimpl, der seinen fünften Weltcup-Winter mit dem insgesamt vierten Titel, dem dritten in Folge, abschließen konnte. Ob allerdings eine weitere Kristallkugel hinzukommen wird, bezweifelt der Snowboard-Veteran bei aller heutigen Freude: «Ich hätte eh nicht gedacht, dass diese Saison so gut verläuft, vor allem nicht am Anfang. Die ganzen Kids zeigen Hammer-Tricks (Double Corks), die ich nicht springe. Aber bei mir lief es einfach optimal», so der 30-Jährige Salzburger, der in insgesamt 24 Weltcup-Starts 17 Mal auf dem Treppchen stand, davon neun Mal ganz oben. Allerdings gestand Gimpl am Ende doch, «dass Gian-Luca (Cavigelli) mich ganz schön ins Schwitzen gebracht hat. Ich musste davon ausgehen, dass er wie immer vorne mit dabei ist.»
Doch dieses Mal irrte der Österreicher, denn Cavigelli patzte in jedem seiner drei Finalversuche. Egal ob Double Cork Backside 1080 oder Cab 900, nichts wollte gelingen dem Schweizer gelingen, der als einziger noch die Chance auf die Kristallkugel gehabt hätte. «Heute war einfach der Wurm drin. Ich bin ganz normal gefahren, aber es ist sich nicht ausgegangen», so der 21-Jährige, der am Ende aber mit der Saison zufrieden war: «Die Saison war super. Und Stefan (Gimpl) war eigentlich eh schon zu weit weg.»
Das BA-Podium von Quebec
1. Janne Korpi (FIN)
2. Stefan Falkeis (AUT)
3. Jaakko Ruha (FIN)
4. Stefan Gimpl (AUT)
Das finale Big Air Weltcup-Ranking
1. Stefan Gimpl (AUT)
2. Gian-Luca Cavigellli (SUI)
3. Matevz Pristavec (SLO)
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