Wie bei der letzten Ausgabe von Wer ist eigentlich...? bleiben wir bei den Bad Boys und widmen uns heute dem kalifornischen Ausnahmetalent Archy.
Er ist schon seit 25 Jahren im Geschäft und ihr habt wahrscheinlich trotzdem noch nichts von ihm gehört? Kein Wunder, denn er ist einer der Pioniere des sogenannten Freesurfens.
1985 gehörte er zu einer der vielversprechendsten Groms in der Szene, surfte fürs amerikanische Nationalteam an unzähligen Contests, lieferte Coverbilder und konnte sich die Sponsoren aussuchen. Aber für Archy war das dazumalige Profi-Leben ein Albtraum, er war zu jung, zu wild und viel zu rebellisch. Die Luftblase, in der er sich auf dem Gipfel seiner Karriere befand, zerplatzte schnell als er sich nicht in das System des Profisurfens einfügen konnte. Er verfolgte lieber einen Swell als an den Contests aufzutauchen, er machte lieber Airs als wichtige Punkte mit schönen Turns zu holen und er liess sich lieber tätowieren als im sunnyboy Look für die Fotografen zu posieren.
Nach langjährigen Party Exzessen und Alkohol Problemen stieg er aus dem Profi-Zirkus aus und flüchtete 1994 an die hawaiianische North Shore, wo man ihn täglich am legendären Off-the-wall Spot durch die schönsten Tubes schiessen sah. Schnell hatte er die Aufmerksamkeit der Fotografen auf sich gelenkt und eine neue Art von Profisurfen wurde geboren. Reisen – Surfen und Shooten lautete sein neuer Tagesablauf ohne lästige Pressetermine und Medienzirkus, das sogenannte Freesurfen!
Mittlerweile lebt Archy wieder in Kalifornien, wird seinem Ruf als schnellster und radikalster Surfer immer noch gerecht und freut sich wahrscheinlich darüber, dass heutzutage auch Air Manövers Contest Punkte einbringen!
2008 wurde der Film «Archy – Built for Speed» gedreht. Verfolgt seinen Werdegang von der Style Ikone zum Partykönig, den Drogen, dem Rock ‚n‘ Roll und wieder zurück in den Surfolymp! Ein weiteres Meisterstück, welches man sich durchaus auch mit Nicht-Surf-Fanatikern anschauen kann.